Fotografie

to grasp. carnal thoughts

to grasp. carnal thoughts

2017 | 191 cm x 138 cm | C Print, kaschiert, gerahmt

2017 | 170 cm x 135 cm | C Print, kaschiert, gerahmt

Ausstellungsansicht "folding unfolding refolding"

2017 | Alte Post | Wien

2017 | Detailansicht |

Die haptische Wahrnehmung der Leintücher und Bettdecken, die sich täglich in unseren Körper als eine gefühlte Erinnerung einschreibt, wird in „to grasp. carnal thoughts“ visuell übersetzt. Das eigene Bett wurde dafür Stück für Stück mit einem Handscanner abgetastet. Dabei hielt der Apparat die subjektive Berührungsabfolge fest und dekonstruierte das Sujet gleichsam in einzelne Fragmente. So ist es ein
Prozess, der die Perspektive der Hand einnimmt und vielmehr nach der Logik der Berührung als der Logik des Blicks funktioniert.

Glare (vision)

2016 | 114,5 cm x 160, 5 cm | C-Print, kaschiert

„Glare (vision)“ ist ein Schnappschuss gegen die Sonne, in dem Bild und Abbild, Raum und Fläche miteinander verschmelzen.
Ein auf Plane gedruckter Baumstamm überwindet die Zweidimensionalität und begibt sich in den realen Raum.
Ein Zaun begrenzt den Platz in der Stadt, die auf Plane gedruckte Landschaft öffnet ihn.
Ein Wohnhaus getarnt als Wald und Bäume verhüllt in Folien.
Achtung videoüberwacht!
Fläche und dreidimensionaler Raum ergänzen sich, gehen in einander über: Im Ausstellungsraum tritt das Bild in einen Dialog mit Bruchstücken alter Fresken.

marginal perforation

2016 | curated by | Ausstellungsansicht/ Galerie Raum mit Licht

2016 | curated by | Ausstellungsansicht/ Galerie Raum mit Licht

marginal perforation

2016 | 79 cm x 79 cm | sw Barytpapier, perforiert

In „marginal perforation“ werden zwei Medien in ihrer reduziertesten Form zusammengeführt. Das Lämpchen einer Nähmaschine belichtet in der Dunkelkammer Reihe für Reihe das lichtempfindliche Barytpapier und perforiert dieses zugleich.
Das abstrakte Ergebnis stellt somit nicht nur den direkten Abdruck der Nähmaschine dar, sondern reflektiert ebenso die genderspezifischen Zuschreibungen, welche diesen Materialien immanent sind.
Durch den Bezug auf das „Schwarze Quadrat“ von Kasimir Malewitsch (1915) sollen außerdem dichotomischen Einteilungen wie „weibliche“ oder „männliche“ Ausdrucksformen hinterfragt werden. Zuletzt stellt sich auch die Frage, wie man als junge Künstlerin mit dem „männlichen“ Erbe umgehen kann.

-ism.forever decomposed

-ism.forever decomposed
Alte Post / Wien

2016 | 280 cm x 220 cm | Wandtapete

2016 | | Detailaufnahme

„Eine Plane – ursprünglich Trägerin einer Botschaft – wird heute zum Abdecken von Möbeln benutzt. Olena Newkryta „recycelt“ sie ein weiteres Mal, indem sie mittels Handscanner in vielen Handbewegungen deren Oberfläche einliest, die übriggebliebenen chinesischen Zeichen, die Gebrauchsspuren bzw. Spuren der Witterung, die Krakelüren hinterlassen haben, wie in der Farbschicht alter Gemälde. Der Handscanner erzeugt eine mediatisierte Form von einem Pinselstrich.
Vom eins politischen Slogan ist nur mehr das Suffix „-ismus“ übrig, der -ähnlich wie die Plane- Hülle für vielerlei, ein Behältnis für Geisteshaltungen, Gesinnungen oder Ideenlehren ist.“
Ruth Horak

one month on skin

one month on skin, Olena

2015 | 50 cm x 57 cm | sw Barytpapier, gerahmt

one month on skin, Agnes

2015 | 50 cm x 57 cm | sw Barytpapier, gerahmt

one month on skin, Laura

2014 | 50 cm x 57 cm | sw Barytpapier, gerahmt

2014 | | Detailaufnahme

„Die Arbeit von Olena Newkryta setzt sich mit dem indexikalischen Charakter des Mediums in seiner unmittelbarsten Erscheinungsform auseinander: Sie ließ Personen aus ihrem Bekanntenkreis vier Wochen lang jeweils ein entwickeltes, jedoch unbelichtetes Negativ am Körper tragen, um anschließend einen fotografischen Abzug davon zu machen. Das visuelle Ergebnis ist also nicht nur auf Lichteinwirkungen zurückzuführen, sondern ebenso auf die mechanischen Einwirkungen, die durch Reibung und Bewegung entstanden. Das indexikalische Bild ist damit Resultat von körperlichen Vorgängen und ein gleichermaßen intimes wie abstraktes Zeugnis einer gelebten Lebensspanne.“
Verena Krieger, 2015