Analoger Film

Larisa

„Erinnern bedeutet immer weniger sich auf eine Geschichte zu besinnen und immer mehr ein Bild aufrufen zu können.“ Susan Sontag

„Larisa“ besteht aus 32 Fotografien, die in der Dunkelkammer auf 16 mm Film vergrößert wurden.
Aus Fotografie entsteht bewegtes Bild. Was kann die Betrachterin noch erkennen? Vielleicht ab und zu ein Auge, einen Schriftzug, eine Hand.
Die Fotografie wird vergrößert, zerstückelt, abstrahiert. Und durch den Ton wieder teilweise zusammengesetzt. Die Stimme aus dem Off beschreibt elliptisch was auf den Fotografien zu sehen ist. Sie gibt den Betrachterinnen Hinweise, erwähnt Details, erzählt auch, was auf den Bildern nicht zu sehen ist. Der Blick wird somit zwar geleitet, doch die abstrakten Passagen im Film, die stummen Abschnitte im Ton lassen an eigene Fotografien erinnern.

2015 | 7´40´´ | 16 mm, sw, mit Ton

film still

Projiziert wird ein 16mm schwarz- weiß Film, der fragmentierte Teile diverser Strukturen zeigt. Die Motive sind Aufnahmen aus den Bereichen der Natur und des Menschen. Themen sind visuelle Ähnlichkeiten dieser unterschiedlichsten Formen, die Verbindung, die zwischen diesen entstehen kann und die Fragmentierung der Bilder.
Fotografische Aufnahmen werden in der Dunkelkammer auf 16mm Film kontaktkopiert. Dabei wird auch die Tonspur des Filmmaterials mit einem Teil des Negativs belichtet. So werden die zu sehenden Strukturen mittels Lichtton bei der Projektion hörbar. Im Zentrum des Films steht die Frage ob jene visuellen Verwandtschaften auch hörbare Ähnlichkeiten aufweisen.

in Kooperation mit Nana Thurner

2013 | 6´ 30´´ | 16 mm, sw, optical sound