• while shooting

    INSTALLATION CONTAINS: 34 A4 prints / lettering / analogue exposure on bw Paper, 94 cm x 62,5 cm, laminated, framed, unicum /2018
    In der Installation „while shooting“ wird das Sehen und die Sichtbarkeit anhand einer paradoxen Situation beim Großformat Fotografieren thematisiert. Dabei muss der Fotograf ein Tuch (engl. focussing cloth) über seinen Kopf sowie die Kamera legen, um das Bild auf der Mattscheibe überhaupt erkennen zu können. Mit dieser Verhüllung erschafft er um sich einen dunklen Raum und schottet sich gleichzeitig von der Welt, die er soeben festhalten will, ab. In dieser Situation lässt sich die körperliche Verhüllung aus einer anderen Perspektive lesen: sie will nicht verstecken, sondern das Sehen an sich ermöglichen. „Without draping a dark cloth over your head while shooting, you´ll find that it is almost impossible to see […]“ In der Installation sind gefundene Abbildungen aus unterschiedlichen Zeitaltern zu sehen, welche Fotografen bei der Arbeit mit der Fachkamera darstellen. Neben diesen auf A4 Papier gedruckten Bildern hängt eine durch Sonnenlicht belichtete und entwickelte Nahaufnahme, die einen in Falten liegenden Stoff zeigt, in welchem sich der darunter befindliche Körper abzeichnet.
    In the installation the acts of seeing and visibility are addressed by reference to a paradox photographic situation. While shooting with a large format camera the photographer has to disappear together with the apparatus beneath a black cloth to be able see the image on the viewfinder. By doing so a separated dark space is created, at the same time isolating the photographer from the world around him which he is trying to capture. Thus, this situation allows a different interpretation of the veil as it s purpose here is not to hide something but rather to make seeing itself possible. „Without draping a dark cloth over your head while shooting, you´ll find that it is almost impossible to see […]“ „While Shooting“ consists of found footage pictures printed on A4 paper; a sentence from a photography manual as well as an analogue photography. The found footage images document the working process of various photographers covered by the focusing cloth in different postures. Whereas the analogue print, which was only exposed by the sunlight, focuses on the veil itself in which the human body becomes apparent.
  • recording of a performance

    projection on frosted glass / 2´50´´ / Loop / 2016-2018
    Das projizierte Video zeigt eine vorgefundene Situation und versteht sich als die Aufnahme einer Performance, die 2016 festgehalten wurde. In der Aufnahme, zeichnet sich ein möglicher Körper im Stoff des Vorhangs ab. Dieser bewegt und verändert sich stetig, nimmt unterschiedliche Formen an, erweitert sich und fällt in sich zusammen. Der Stoff selbst wird zum Medium, in dessen flexibler, glänzender, beiger Oberfläche sich der unsichtbare Körper materialisiert.
    The projected video shows an encountered situation and can be understood as the recording of a performance that took place in the year 2016. In the video, which is usually projected on the glass of a window and is so visible from in- as outside, a potential body becomes apparent in the fabric of a curtain. In the course of the „performance“ it is constantly moving and transforming its shape, enlarging and collapsing. Thus, the fabric itself becomes the medium in which - on a flexible, shiny, beige surface - an invisible body materializes.
  • im Grunde. veil or shroud or layer

    PRINT ON ACRYLIC GLASS / 175 cm x 150 cm / 2018

    „In Schleiern über Schleiern manifestiert sich eine ortlose Tiefe, ein abgründiger Grund, aus dessen opakem Faltenwerk nie gesehene Bilder aufsteigen.“ - Gottfried Boehm, Matteo Burion

    In „im Grunde. veil or shroud or layer“ wurde ein Körper in einen bedruckten Stoff gehüllt und Stück für Stück mit einem Handscanner abgelesen. Der performativ abgetastete Stoff trägt somit einerseits die Spur eines abwesenden Körpers und bringt andererseits den Grundlage des Bildes selbst in den Fokus. Der verwendete Stoff wurde mit einem grau - weißen Raster bedruckt, das bei digitalen Bildern als visueller Referent für „Transparenz“, für eine durchsichtige Fläche steht. Diese aus Pixeln aufgebaute Oberfläche wird hier zu einem haptisch wahrnehmbaren Träger, in welchen sich der menschliche Körper eingeschrieben hat. Somit verweist das digital collagierte Bild auf die eigene „Leinwand“ und Produktion, die immer mit einem „transparenten“ Hintergrund beginnt.

    „In veils over veils, a placeless depth manifests, an abysmal ground from its opaque folds unseen images arise.“ - Gottfried Boehm, Matteo Burion

      In „im Grunde. veil or shroud or layer“ a human body was enveloped in a printed fabric and then scanned piece by piece with a hand-held apparatus. Thus, the performatively captured image depicts the traces of an absent body, at the same time revealing the basic condition of the image itself, since the used fabric was imprinted with a grey-white grid that indicates a transparent surface in digital photography. Accordingly, the digital pixel-surface was transformed into a haptically perceivable material which carries the imprint of a concealed human body. In this way, the digitally collaged image points to its own „canvas“ and production which always starts with a transparent background.
  • after image

    ARTISTBOOK / 32 cm x 43 cm / 18 PAGES / LIGHTSENSITIVE PHOTOPAPER / 2017
    „After Image“ ist ein prozesshaft angelegtes Künstlerbuch, das sich über die Handlung der Betrachterin in der Ausstellung verändert. Im Buch sind lichtempfindliche Fotogramme zusammengefasst, die durch das Cover vor Lichteinwirkung geschützt werden. Diese entstanden, ähnlich zu Kontaktkopien, durch direkte Belichtung mit Sonnenlicht, welches das Bild gleichsam entwickelte. Da der Entwicklungsprozess jedoch nicht gestoppt wurde, bleibt das Silbergelatinepapier weiterhin lichtempfindlich. Öffnet die Betrachterin das Buch um es zu betrachten, trägt gleichsam zum Verschwinden der fragilen Fotografien bei. Öffnet sie es nicht, so bleibt es ein ungesehenes Werk. Die Handlung der jeweils Einzelnen wird als eine aktive Tätigkeit in das Künstlerbuch inkludiert. Im Ausstellungsraum entwickelt sich das Buch prozesshaft weiter. Gleichzeitig werden die Berührungen der Betrachterinnen, deren körperliche Einwirkungen bleibende Spuren auf dem Cover hinterlassen, archiviert.
    „After Image“ is a processual artist book which is evolving during the exhibition time through the action of the visitors. The book contains photograms, exposed and „developed“ by the sunlight but not chemically fixed. Thus the photographic images remain light sensitive but are protected from daylight by the books cover. However, each visitor who opens the book to see the photograms contributes directly to the developing -and at the same time vanishing- process of the fragile images that become darker and darker with light. If the visitor decides not to open the book it will stay an unseen artwork. As a consequence, the action of each person opening the book is crucial, as it effects the artwork itself even if the person is not aware of this effect. So, if we think further, also the responsibility for and the authorship of the artwork is shared. At the same time the visitors fingerprints are „archived“ on the cover of the book which consists of photographic paper too and is sensitive to bodily influences as heat or sweat.
  • to hand: a projection for the palm

    VIDEO AUF HANDFLÄCHE/ 7 ´ LOOP / 2017 /
    Die interaktive Videoarbeit „to hand: a projection for the palm“ besteht lediglich aus einem Minibeamer, dessen Lichtstrahlen in den Raum hinein -oder aus dem Raum hinaus- projizieren. Da eine fixe Leinwand fehlt und das Licht sich somit auf keiner Fläche materialisieren kann, wird es im Raum unsichbar. So muss die Betrachterin den eigenen Körper bzw. ihre Handfläche als Projektionsfläche benutzen, um das Video sichtbar zu machen und somit sehen zu können. Gleichzeitig ist die Sichtbarkeit des Videos tatsächlich abhängig von der körperlichen Präsenz der Betrachterin. Auf der Handfläche der Besucherin erscheint die sich bewegende, tastende Hand der Künstlerin. Eine „unmögliche“ Berührung zwischen Besucherin und Künstlerin entsteht in der Interaktion der Besucherin mit den Lichtstrahlen des Beamers.
    The interactive video „to hand: a projection for the palm“ consists „only“ of a minibeamer that is projecting a video into or out of the exhibition space. As there is no fixed screen the light can not materialize itself on a surface and the video becomes invisible in space. In order to see the video the visitor has to use her own body or -preferably- her palm. Thus, the visibility of the artwork depends directly on the bodily presence on the person in the exhibition space. What appears on the palm is the moving hand of the artist herself trying to touch or to grasp something. Through the interaction of the viewers hand with the projection an impossible sensual touch between the visitor and the artist occurs in the exhibition.  
  • sewing screens

    VIDEOINSTALLATION ON 3 SCREENS / 280 cm x 150 cm / 16´20´´/ 2017
    In der Videoinstallation „sewing screens“ wird die Leinwand selbst zur Hauptakteurin der Videos. Auf drei im Raum hängenden Stoffbahnen werden drei synchron ablaufende Videos projiziert. Diese zeigen den dokumentierten Nähprozess eben jener Leinwände auf welche in der Rauminstallation die Videos projiziert werden. Somit ist das Verhältnis von Bild und materiellem Bildträger eng miteinander verknüpft. Gleichzeitig werden die Stoffbahnen auf zwei Ebenen in die begreifbare Nähe der Betrachterin gerückt: Einerseits durch die extremen Naheinstellungen in den Videos; andererseits durch die materiell vorhandenen Stoffe im Raum. Dabei setzt sich die Laufrichtung des Stoffes, der die Besucherin folgen kann, installativ im Ausstellungsraum fort.
    In the videoinstallation „sewing screens“ the screen itself becomes the main actor of the videos. Three different videos are projected synchronously on three fabric panels hanging in the exhibition space. These are showing the sewing process of the screens on which the videos themselves are projected. Thus there is an immediate connection between the image and the physical screen. Furthermore visibility becomes an important aspect of the installation. Not only does a production process become apparent that is mostly marginalized and usually invisible, but also the screen itself is set in the immediate proximity to the visitor. Through the close-ups in the videos on the one hand and through the physical presence in the space on the other. At the same time the running direction of the fabrics is being continued through the installation in the exhibition space.
  • to grasp. carnal thoughts

    SERIES OF 3 / C- PPRINT/ 191 cm x 138 cm / 2017
    Die haptische Wahrnehmung der Leintücher und Bettdecken, die sich täglich in unseren Körper als eine gefühlte Erinnerung einschreibt, wird in „to grasp. carnal thoughts“ visuell übersetzt. Die visuelle Transformation eines taktilen Gefühls und einer körperlichen Erinnerung in ein Bild geschah durch einen Handscanner. Dabei wurde das eigene Bett wurde dafür Stück für Stück mit abgetastet. So hielt der Apparat nicht nur die haptische Materialität der Stoffe fest sonder auch meine subjektive Berührungsabfolge. Es ein Prozess, der die Perspektive der Hand einnimmt und so ein Bild entstehen lässt das vielmehr nach der Logik der Berührung als der Logik des Blicks funktioniert. So gibt es keine Zentralperspektive sondern vielmehr eine Vielzahl an Blickpunkten. Gleichzeitig wurde das Sujet dekontruiert in einzelne Fragmente, die nachher analog zu der subjektiven Erinnerung digital zusammencollagiert wurden.
    In „to grasp. carnal thoughts“ the haptic perception of blankets and bed sheets which inscribe themselves each day in our body as a sensual memory is transformed into a picture. This visual transformation of a bodily feeling was made with hand-held scanner (which was traditionally used in libraries to reproduce text). The own bed was scanned piece by piece, not only capturing materiality of the fabrics but also the subjective movement of my own hand. It is a process assuming the perspective of the hand itself, creating a picture that functions by the logic of touch instead of the logic of the look. Thus there is no central perspective but rather a multitude of glimpses. At the same time the bed was deconstructed into fragments which were set together again on the analogy of my own memory.
  • ism. forever decomposed

    WALLPAPER / 280 cm x 220 cm / 2016
    Ursprünglich Teil eines chinesischen politischen Werbeslogans wird die Plane als Abdeckung zum Gebrauchsgegenstand. Dadurch verändert sich die bisherige Bedeutung der übergebliebenen Zeichen, des kontextabhängigen Suffix „-ismus“. Mittels eines Handscanners wurde die in Chongqing vorgefundene Plane Stück für Stück in Originalgröße abgetastet und aus ihrer Umgebung herausgelöst. Damit kann das semantische Bild in unterschiedliche Kontexte übertragen werden. Durch die direkte Berührung des Scanners wurde die feine Oberflächenbeschaffenheit, die auf den Gebrauch durch Menschen verweist, festgehalten. Das aus hundert Fragmenten zusammengesetzte Bild entzieht sich einer einheitlichen Zentralperspektive und somit einem vorbestimmten Betrachtungspunkt.
    „The depicted tarpaulin – originally carrier of a message – is now used to cover old furniture. Olena Newkryta „recycles“ it one more time by using a handheld scanner which records the surface in a series of movements, as well as its remaining Chinese characters, the patina of use and the weathering which has produced a craquelure just as in glazes of old paintings. Thus, the handheld scanner generates a mediated form of a brushstroke. Of what was once a political slogan only the suffix “ism” remains, which – as the tarpaulin itself – is a shell, a container for mindsets, beliefs or ideologies. “ Ruth Horak, 2016
  • concealed city

    ARTISTBOOK / 41 cm x 20,5 cm / 
104 p / 2016
    „concealed city“ ist mittels eines Handscanners in Chongqing (China) entstanden und beschäftigt sich mit Verhüllungen und Abdeckungen im öffentlichen Raum. Dabei konzentriert sich das Buch nicht nur auf die stofflichen Qualitäten der unterschiedlichen Oberflächen sondern beschäftigt sich an Hand dieser mit den Prozessen, die sich in der schnell wachsenden Stadt äußern.
  • one month on skin

    ONGOING SERIES SINCE 2014 / 50 cm x 57 cm / BW SILVER GELATIV PRINT
    „Die Arbeit von Olena Newkryta setzt sich mit dem indexikalischen Charakter des Mediums in seiner unmittelbarsten Erscheinungsform auseinander: Sie ließ Personen aus ihrem Bekanntenkreis vier Wochen lang jeweils ein entwickeltes, jedoch unbelichtetes Negativ am Körper tragen, um anschließend einen fotografischen Abzug davon zu machen. Das visuelle Ergebnis ist also nicht nur auf Lichteinwirkungen zurückzuführen, sondern ebenso auf die mechanischen Einwirkungen, die durch Reibung und Bewegung entstanden. Das indexikalische Bild ist damit Resultat von körperlichen Vorgängen und ein gleichermaßen intimes wie abstraktes Zeugnis einer gelebten Lebensspanne.“ Verena Krieger, 2015
    A developed but blank piece of a middle format negative is given to a person for one month. During this period, the negative is carried on the body the whole time and is also present during the most intimate moments of daily life. Thus a photographic image is created processually and without a camera directly by bodily influences as other mechanic impacts which leave traces on the negative. The result of this process is an abstract but at the same time very intimate „portrait“ of that person. Behind that there is the critical attitude towards the representation of people and towards the camera itself. Furthermore, the photographers own view of the person is left out and the authorship of the artwork is shared.
  • marginal perforation

    PERFORATED BW SILVER GELATINE PRINT / 79 cm x 79 cm / 2016
    In „marginal perforation“ werden zwei Medien in ihrer reduziertesten Form zusammengeführt. Das Lämpchen einer Nähmaschine belichtet in der Dunkelkammer Reihe für Reihe das lichtempfindliche Barytpapier und perforiert dieses zugleich. Das abstrakte Ergebnis stellt somit nicht nur den direkten Abdruck der Nähmaschine dar, sondern reflektiert ebenso die genderspezifischen Zuschreibungen, welche diesen Materialien immanent sind. Durch den Bezug auf das „Schwarze Quadrat“ von Kasimir Malewitsch (1915) sollen außerdem dichotomischen Einteilungen wie „weibliche“ oder „männliche“ Ausdrucksformen hinterfragt werden.
    In „marginal perforation“ fundamental characteristics of two different media are brought together. The lamp of a sewing machine was exposing the light sensitive photographic paper in the dark room while at the same time perforating it raw by raw. Thus the abstract picture not only shows the direct imprints of the sewing machine but also reflects the gender-specific attributions which are an intrinsic part of those materials. Furthermore, through the reference to the „Black Square“ by Kasimir Malewitsch (1915) dichotomous classifications of „male“ or „female“ forms of expressions are questioned.
  • undo

    VIDEO WITH SOUND / 6´30´´/ 2014
    „undo“ ist aus der Empörung heraus entstanden, dass Künstlerinnen, vor allem jene, die sich textiler Medien bedienten, lange Zeit von der Kunstgeschichte ignoriert wurden oder in Vergessenheit geraten sind. Die theoretische Auseinandersetzung mit kunstgeschichtlichem Kanon und der Marginalisierung des weiblichen Kunstschaffens sowie mit dem Zusammenhang von Medium und Geschlecht sind wesentliche inhaltliche Aspekte der Videoarbeit. Während der Recherche habe ich zahlreiche Textilkünstlerinnen quer durch die Kunstgeschichte gefunden und ihre Namen zu Papier gebracht. In „undo“ ist schließlich ein Prozess im Rückwärtsgang zu sehen: die dichte Nähmaschinennaht wird aufgelöst und Namen der Textilkünstlerinnen werden wieder sichtbar. Das Unlesbare wird (wieder) enthüllt. Gleichzeitig begleitet das laute Rattern der Nähmaschine das Auftauchen der Namen.
    „undo“ developed out of the indignation that female artists especially those working with textile were ignored by art history for a very long time and therefore buried in oblivion. The insight that artistic techniques such as embroidery or weaving were dismissed as a handicraft and the fact that this phenomenon stands in a direct proportion to the sex of the producer induced me to deal with this topic. Firstly, names of embroiderers and other textile artists were researched. Then the names of unknown as well as quite established artists were printed next to each other in one line on paper and run through the sewing machine. Eventually the video is showing the sewing process backwards: the dense seam is being dissolved. The deletion is reverted and the illegible names become readable again.
  • Almond Blossom

    ARTISTBOOK / with Halla Einarsdóttir / 42 cm x 26,3 cm / 25p. /2015
  • worn out landscapes

    VIDEOINSTALLATION ON 6 MONITORS WITH SOUND / EACH 2 ´LOOP / 2014
    Die Videoinstallation „worn out landscapes“ besteht aus sechs Bildschirmen, die im Raum verteilt stehen und diesen für sich einnehmen. In den Videos sind unterschiedliche Landschaftsbilder zu sehen, die typische, idealisierte Aufnahmen des Yosemite Nationalparks wie etwa den bekannten Tunnel View zeigen. Die gezeigten Aufnahmen sind jedoch nicht der Wirklichkeit entnommen: Es sind auf T-Shirts gedruckte Naturmotive, Merchandisingprodukte des Yosemite National Park. In „worn out landscapes“ beginnt die Landschaft zu arbeiten. Mittels extrem naher Kameraeinstellung wurde die minimale Bewegung des atmenden Brustkorbs aufgezeichnet. Jedes T-Shirt wurde von einer anderen Person getragen somit entstand -je nach Körperform und Atemrhythmus- eine individuelle Landschaft. Der Fokus liegt dabei auf dem rhythmischen Atem, dem wesentlichsten Merkmal jedes lebenden Körpers, und auf der idealisierten Landschaft, welche das Begehren von „Natürlichkeit“ bedient.
    The installation “worn out landscapes“ shows different, idealised landscape motives of the Yosemite Nationalpark such as the known “Tunnel View”. However, the shown images were not taken from a real life scenario: They are merchandising products, motifs printed on T-Shirts. The installation consists of six monitors on pedestals, which are distributed in the exhibtion space thus creating walkways. In “worn out landscapes” the sceneries are starting to move through the breathing rhythm of different persons. Each monitor is equivalent to one person, one body. As every T-Shirt was worn by another person, every video shows an individual landscape depending on the bodyshape and the breathing rhythm of each one. Through extreme CloseUps the minimal rhythmical movement of the chest - which is the main characteristic of every living body - could be captured. As the fabrics are stretching the printed images are changing their forms and a confusion of what is real and what is an image evolves in videos.
  • but apart from that everything is quite ok

    VIDEO WITH SOUND / 17´40´´/ 2015
    Die Bildspur des Videos besteht hauptsächlich aus dem Material von den österreichischen Fernsehnachrichten „Zeit im Bild“. Im Zeitraum von ca. einem Monat wurde Bildmaterial über die Geschehenisse in der Ost-Ukraine gesammelt und danach chronologisch aneinander montiert, wobei nur die Aufnahmen vor Ort in der Ukraine verwendet wurden. Den Nachrichtenbildern wurde eine persönliche, alltägliche Perspektive hinzugefügt. Zu hören ist also eine private Skype Konversation zwischen meiner Tante in der Ukraine und mir in ukrainischer/russischer Sprache mit englischen Untertiteln. Es ist eine alltägliche, unaufgeregte Konversation, welche schließlich mit der konfusen Beschreibung einer Himmelsbeobachtung endet. Durch das aneinanderfügen scheinbar „objektiver“ Berichterstattung und einer persönlichen Tonspur entstehen in „ but apart from that everything is quite ok“ vermeintliche Parallelen zwischen Bild und Tonmaterial. Ebendiese narrativen Verbindungen zeigen die Diskrepanz von Fernsehnachrichten und der Eigenwahrnehmung.